Ministerin Birgit Keller in Altenburg

16.03.2017

Auf den Spuren der
Städtebauförderung

Städtebauförderung Bürgermeisterin Kristin Moos (vorn) führte Ministerin Birgit Keller durch die Stadt. (Fotos: Ronny Seifarth)

Thüringens Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, reiste am Montag dieser Woche nach Altenburg, um sich vor Ort über Strategien, Erfolge und Probleme der Stadtentwicklung zu informieren. Der Besuch fand im Rahmen einer so genannten Stadtumbau-Bereisung statt. Altenburg gehört zu den insgesamt 42 Kommunen in Thüringen, die Teil des Programms Stadtumbau-Ost sind. Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf begrüßte die Ministerin im altehrwürdigen Rathaus.
In freundlicher Atmosphäre tauschten beide Seiten ihre Gedanken zum Thema aus. Der Oberbürgermeister hob in seinen einleitenden Worten hervor, dass die Gelder für die Förderung des Städtebaus für die Entwicklung Altenburgs nach der Wende enorme Bedeutung gehabt hätten und auch künftig unverzichtbar seien. Der Einsatz der Fördergelder erfolge im Spannungsbogen von Plattenbausiedlungen zur historischen Altstadt. Es gelte, die richtige Balance zu finden zwischen der Sanierung von Altbauten und dem Wohnungsbau gemäß individuellen Bedürfnissen.
Lobende Worte fand das Stadtoberhaupt für das so genannte Zwischenerwerbermodell. Dabei kauft eine Kommune vom Verfall bedrohte Objekte, die für die Stadtentwicklung wichtig sind, rettet sie mit baulichen Maßnahmen vor dem drohenden Abriss und veräußert sie anschließend an Private, die in die weitere Entwicklung investieren. Als besonders gelungenes Beispiel verwies der Oberbürgermeister auf die Instandsetzung der ehemaligen Gaststätte „Schwarzer Bär“ in der Johannisstraße 5 und 6. Das traditionsreiche Gebäude war von der Stadt vor dem Verfall gerettet worden, jetzt dient es als moderne radiologische Praxis.
Ministerin Birgit Keller nannte Altenburg in ihrer kurzen Begrüßungsrede eine „Stadtumbaustadt“ und sagte, dass seit 1991 circa 100 Millionen Euro in den Städtebau geflossen seien, die Hälfte davon in denkmalgeschützte Gebäude.
Altenburgs Bürgermeisterin Kristin Moos informierte die Ministerin über Erfolge und anstehende Aufgaben bei der Stadtentwicklung. Mit Blick auf die sich abzeichnende demografische Entwicklung sei es wichtig, insbesondere für junge Familien ein attraktives Wohnangebot zu schaffen. Ein Ziel sei es, vom enormen Wachstum Leipzigs zu profitieren, weshalb eine gute Verkehrsanbindung an die boomende Messestadt für Altenburg sehr wichtig sei, so Bürgermeisterin Moos.
Nachdem es im Rathaus zu einem anregenden Gedankenaustausch gekommen war, begab sich die Ministerin auf einen Rundgang durch die Stadt, der sie unter anderem auf die Großbaustelle in der Teichstraße und den Nordplatz führte. Nach der Besichtigung des Nordplatzes fand im Bürgerzentrum in der Otto-Dix-Straße ein konstruktives Arbeitsgespräch mit dem Oberbürgermeister und der Bürgermeisterin statt, an dem darüber hinaus Mitarbeiterinnen des Referates Stadtplanung und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Thüringer Ministeriums sowie des Thüringer Landesverwaltungsamtes teilnahmen.


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