Teilnehmer am Denkmaltag gesucht

28.03.2017

„Macht und Pracht“

Denkmaltag Giebelschmuck am Seckendorffschen Palais. (Fotos: Archiv Ronny Seifarth)

Die Vorbereitungen für die Durchführung des traditionellen „Tag des offenen Denkmals“ sind angelaufen. Der Denkmaltag findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 10. September statt. Er steht unter dem bundesweiten Motto: „Macht und Pracht“.
Seit Menschengedenken sind die Werke von Architektur und Kunst auch Ausdruck der Wünsche, Vorstellungen und Ansprüche ihrer Erbauer, Künstler und Auftraggeber. Oftmals sollten sie Schönheit, Anmut und Wohlstand aber auch immer wieder weltliche und religiöse Machtansprüche darstellen und manifestieren. Dies geschah unter anderem durch die Auswahl von bestimmten Formen und Materialien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven, Ornamenten und bestimmten Symbolen, die bewusste Auswahl eines besonderen Bauplatzes und Ortes und natürlich auch durch die Auswahl und die Qualität der eingebundenen und beteiligten Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker.
Der „Tag des offenen Denkmals“ 2017 soll dazu anregen, sich mit diesen vielfältigen Ausdrucksformen von „Macht und Pracht“ in den Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal etwas bewusster auseinanderzusetzen. Dabei soll es sowohl um die beeindruckenden großen als auch um die vielen versteckten kleinen Zeugnisse und Ausdrucksformen an und in historischen Bauten gehen.
Warum hat Kaiser Friedrich Barbarossa die Roten Spitzen gerade in Altenburg erbauen lassen und warum mussten es unbedingt rote Ziegelsteine für das Bauwerk sein? Warum sind die Holzbalken im Schloss so dick und warum sind sie in alten kleinen Häusern in der Berggasse so dünn? Warum befinden sich in der Fassade des Seckendorffschen Palais am Brühl Kanonen, Kanonenkugeln und allerlei kriegerisches Gerät als Giebelschmuck? Was hat es mit den schmuckvollen Metallhaken an den Straßenfassaden einzelner Gebäude in der Wettinerstraße, Wallstraße, Teichstraße und einigen anderen Straßen auf sich? Stellen die sogenannten Gaffköpfe am Rathaus, am Lindenau-Museum und an vielen Schmuckfassaden reelle Personen dar? Warum sind scheinbar einfache Wohngebäude aus den 1920-er und 1930-er Jahren im Dichterviertel, in der Südstraße oder in der Eisenbahnersiedlung Rasephas Kulturdenkmale? Was haben die Wandbilder in der „Köhlerischen Villa“ in der Leipziger Straße 2 mit der Deckenausmalung im Festsaal des Altenburger Schlosses gemeinsam? Dies sind nur einige wenige interessante und spannende Fragen zur gebauten Geschichte Altenburgs. Die Residenzstadt bietet mit ihren zahlreichen und vielfältigen historischen Bauwerken beste Voraussetzungen für eine regelrechte Entdeckungsreise auf den Spuren von „Macht und Pracht“ am „Tag des offenen Denkmals“.
Über das empfohlene Schwerpunktthema hinaus werden natürlich auch in diesem Jahr alle interessanten Vorschläge und Anregungen in das geplante Programm für die Stadt Altenburg aufgenommen. Wie in jedem Jahr möchte die Untere Denkmalschutzbehörde dazu aufrufen, sich auch 2017 mit vielfältigen Angeboten und Aktionen am „Tag des offenen Denkmals“ zu beteiligen. Alle Aktionen und Angebote werden durch die Untere Denkmalschutzbehörde koordiniert, begleitet und im Veranstaltungsprogramm für die Stadt Altenburg zusammengefasst.
Alle Denkmaleigentümer und Interessierten werden gebeten, ihre Anmeldung zur Teilnahme beziehungsweise für spezielle Aktionen bis zum 30. Juni 2017 schriftlich bei der Unteren Denkmalschutzbehörde vorzunehmen. Anmeldeformulare sind online unter www.altenburg.eu, „Bauen und Wohnen“, „Denkmalschutz“, „Tag des offenen Denkmals“ als Download eingestellt.
Für telefonische Rückfragen steht die Untere Denkmalschutzbehörde unter (03447) 594 638 zur Verfügung.


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