Außergewöhnlicher Fund auf Baustelle

05.05.2017

Kopflose Schönheit
gibt Rätsel auf

 Fund auf Baustelle Denkmalschützer Jürgen Fröhlich nahm die Figur in Augenschein. (Foto: Jörg Kohl)

Eine ungewöhnliche Entdeckung machten Bauarbeiter vor wenigen Tagen auf einem Grundstück in der AItenburger Erich-Mäder-Straße. Bei Tiefbauarbeiten im Auftrag der AWG (Altenburger Wohnungsgenossenschaft) stießen sie auf eine mannshohe Figur. Die Bauleitung meldete den historisch wertvollen Zufallsfund der Unteren Denkmalschutzbehörde, mit der das weitere Vorgehen abgestimmt wurde. Die Figur, ein kopfloser Frauenkörper, wurde geborgen und befindet sich bis auf weiteres auf dem städtischen Bauhof.
Die zwei Meter hohe und etwa dreieinhalb Tonnen schwere Figur kam in einer Bauaufschüttung zum Vorschein. Die Fundmeldung ging am Mittwoch, 26. April, in der Denkmalbehörde ein. Altenburgs oberster Denkmalschützer Jürgen Fröhlich eilte umgehend zur Baustelle, um sich selbst ein Bild von dem außergewöhnlichen Zufallsfund zu machen. Seiner ersten Einschätzung nach könnte es sich um ein Werk aus dem Barock (1575 – 1770) handeln. Bei dem Vor-Ort-Termin ließ sich klären, dass es dort keinerlei Hinweise auf bauliche Strukturen gibt. „Wahrscheinlich wurde die Figur von einem bisher unbekannten Ort zu einer unbekannten Zeit an die jetzige Fundstelle verbracht“, so Jürgen Fröhlich.
Nachdem feststand, dass in der Aufschüttung aus diversem Bauschutt keine weiteren Funde waren, wurde in Abstimmung mit dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie festgelegt, dass auf eine gesonderte archäologische Untersuchung verzichtet werden kann. Die kunstvoll gefertigte Figur wurde sorgsam geborgen und auf den Bauhof der Stadt transportiert. Die Tiefbauarbeiten auf der AWG-Baustelle waren zu keiner Zeit eingeschränkt. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten für die vorbildliche, unkomplizierte Verfahrensweise bedanken“, so Jürgen Fröhlich.
Nach aktuellem Kenntnisstand gehört die Figur dem Freistaat Thüringen. Zur Herkunft und Identität der kopflosen Schönheit will die Denkmalschutzbehörde nun weitere Nachforschungen anstellen. Dabei erhoffen sich Jürgen Fröhlich und seine Mitstreiter auch Hinweise aus der Bevölkerung. Wer meint, etwas zur Aufklärung beitragen zu können, meldet sich am besten telefonisch unter (03447) 594 638.


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