Restauratoren und Museen kooperieren

08.09.2017

Lehrreiches Praxisjahr begann

Lehrreiches Praxisjahr Die Praktikanten schauten sich in Begleitung erfahrener Restauratoren am Montag dieser Woche auch das Atelier des Residenzschlosses an. (Foto: Ronny Seifarth)

In einer bundesweit außergewöhnlichen Kooperation hat in Altenburg ein Lehrangebot für künftige Restauratoren begonnen. Das Altenburger Praxisjahr für Kunstgut- und Denkmalrestaurierung ist ein gemeinsames Projekt der Restauratoren-Partnergesellschaft „pons asini“, des Restaurierungsateliers Johannes Schaefer, des Schloss- und Kulturbetriebs Residenzschloss Altenburg, des Lindenau-Museums Altenburg und des Restaurierungsateliers Oliver Tietze in Leipzig.
Vor dem Studium müssen künftige Restauratoren in der Regel ein volles Jahr relevanter Praxiserfahrungen nachweisen können. Die Besonderheit des Altenburger Praxisjahres ist, dass für die Teilnehmer durch Begleitveranstaltungen der Wissenstransfer auch zwischen den Einsatzorten hergestellt wird. Damit lernen sie unterschiedliche Fachrichtungen der Kunstgut- und Denkmalrestaurierung kennen. Zudem erleben sie die Arbeitspraxis in den unterschiedlichen Arbeitsumgebungen freiberuflich tätiger Restauratoren und öffentlicher Museumseinrichtungen.
Neben dieser konzeptionellen Besonderheit lockt das Programm mit der Möglichkeit, erste restauratorische Arbeitserfahrungen an authentischen Bausubstanzen aus zehn Jahrhunderten im Schlossareal und im ehemaligen Augustiner-Stift, den Roten Spitzen, zu gewinnen. Methoden der Bestandserhaltung werden zudem am Beispiel der international herausragenden Kunstsammlung des Lindenau-Museums vermittelt.
Die Partnergesellschaft „pons asini“, das Restaurierungsatelier Johannes Schaefer, das Restaurierungsatelier Oliver Tietze sowie der Schloss- und Kulturbetrieb bieten vier bezahlte Praktikumsstellen ab dem September dieses Jahres an. Das Lindenau-Museum übernimmt im Rahmen des Praxisjahres eine Partnerfunktion für die Ausbildung, hier steht leider noch kein eigener Praktikumsplatz zur Verfügung.
Dem Beginn des Praxisjahres ging ein Bewerbungsverfahren voraus, zu dem insgesamt 21 Interessenten ihre Unterlagen einreichten. Die Bewerbungen kamen nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet, sondern auch aus Mexico, USA, Thailand und Österreich. Am 4. September konnten die ersten Praktikantinnen aus Sachsen, Berlin-Brandenburg und Baden-Württemberg mit ihrer Ausbildung beginnen.


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