Rückblick auf den Denkmaltag

14.09.2017

Tausende auf Erkundungstour

 Denkmaltag Im bis auf den letzten Platz gefüllten Marstallgebäude fand die feierliche Übergabe des Denkmalschutzpreises statt. (Fotos: Ronny Seifarth)

Scharen von Schaulustigen aus nah und fern waren am vergangenen Sonntag in Altenburg unterwegs, um bekannte und weniger bekannte Denkmäler zu sehen. Eine Auswertung ergab, dass der Besucherzuspruch am Denkmaltag in diesem Jahr das Vorjahresniveau leicht übertroffen hat. Während manche gezielt ein Gebäude ansteuerten, um dort längere Zeit zu verweilen, waren andere von Haus zu Haus unterwegs.
Den offiziellen Zahlen zufolge waren am „Tag des offenen Denkmals“ diesmal circa 19.000 Besucher auf den Beinen, das sind 1000 mehr als 2016. Wie immer wurde an jedem Denkmal separat gezählt, sodass, wer an mehreren Objekten vorbeischaute, auch mehrfach in der Statistik auftaucht.
Wie im Vorjahr lenkten besonders viele ihre Schritte zum Marstallgebäude. Es bildete, gemeinsam mit Teehaus und Orangerie sowie mit der vis-à-vis liegenden Herzoglichen Hofgärtnerei eine Art Besuchermagnet. Allein an den genannten Denkmalen wurden über den Tag verteilt insgesamt mehr als 4000 Besucher gezählt. Der Marstall diente an dem Tag dabei auch als Veranstaltungszentrum. Zum einen wurde dort die Leistungsschau der Kreativwirtschaft des Altenburger Landes gezeigt, zum anderen war der ehemalige Pferdestall Schauplatz der Messe für Junge Kunst.
Starker Andrang wurde erwartungsgemäß dort registriert, wo die Türen sonst verschlossen sind. So meldete die Gnadenkapelle nicht weniger als 600 Besucher. Der etwas abseits gelegene Bauhof, auf dessen Gelände die tonnenschweren Figuren des einst zu Ehren des Herzogs geplanten Denkmals gezeigt wurden, hatte exakt 257 Besucher. In der Bartholomäikirche wurden 500 Schaulustige gezählt, die meisten von ihnen wollten hoch hinaus, denn in der ehemaligen Türmer-Wohnung, von der aus sich ein toller Blick über die Dächer der Stadt bot, war ein kleines Café eingerichtet worden.
Hauptorganisator Jürgen Fröhlich, Denkmalschützer in Diensten der Stadt, äußerte sich sehr zufrieden über den Verlauf des diesjährigen Denkmaltages. „Mein Dank gilt den vielen Helfern, ohne deren ehrenamtliches Engagement es nicht möglich wäre, ein derart umfangreiches und vielfältiges Programm zu bieten“, so Jürgen Fröhlich. Zu den zahlreichen Unterstützern gehörte beispielsweise die „THÜSAC“, die kostenlos einen Oldtimerbus zur Verfügung stellte, der Sehenswürdigkeiten in den Altenburger Ortsteilen, darunter das Herrenhaus in Oberzetzscha, ansteuerte.

Der Rückblick auf das Altenburger Geschehen am Denkmaltag wäre indes unvollständig, würde nicht auch an das Eröffnungskonzert vom Freitagabend erinnert. Mehr als 400 Kulturinteressierte strömten in den Marstall, um dort das Philharmonische Orchester des Theaters zu erleben. Das traditionelle Konzert bildete wieder den feierlichen Rahmen für die Verleihung des Denkmalschutzpreises der Stadt. Oberbürgermeister Michael Wolf überreichte den mit 2500 Euro dotierten, nach Johann Georg Hellbrunn benannten Preis an René Martin („ABW Immobilien Thüringen GmbH“). Mit dem Preis würdigt die Stadt die vorbildlichen Leistungen bei der denkmalgerechten Instandsetzung der Fassaden des gründerzeitlichen Wohnhauses in der Kanalstraße 47 (die Pressestelle berichtete).


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