Winterdienst gefordert

05.12.2017

Im Einsatz gegen Eis und Schnee

Winterdienst (Archivfoto: Ronny Seifarth)

Wenn die Zeichen nicht trügen, hat der Winter in Altenburg das Kommando übernommen. Die zunehmend frostige Witterung macht alle Jahre wieder nicht nur den Autofahrern zu schaffen, sie fordert auch den städtischen Winterdienst. In der Vorwoche fanden die ersten Einsätze statt.
Mit Beginn der kalten Jahreszeit soll an einige Regeln und Grundsätze erinnert werden. So ist es wichtig zu wissen, dass das Ausrücken des städtischen Winterdienstes nicht bedeutet, dass den Kraftfahrern schnee- und eisfreie Straßen garantiert werden können. Wie in den Vorjahren gilt: Bei starkem und langanhaltendem Schneefall sowie besonders ungünstigen Temperaturschwankungen kann es auch in diesem Winter – selbst auf Hauptstraßen – zu Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses kommen.
Zum Fuhrpark des städtischen Winterdienstes gehören insgesamt elf Fahrzeuge, das sind so viele wie im Vorjahr. Die Verwaltung mobilisiert regelmäßig bis zu 30 städtische Mitarbeiter, die bei entsprechender Witterung im Zwei-Schicht-System arbeiten. Der Beginn des Winterdienstes ist im Regelfall um 4 Uhr. Die Einsatzleitung liegt in den bewährten Händen des Referates Stadtwirtschaft. Unterstützung gewähren zudem drei Fremdfirmen, die unter anderem für einen Teil der Bushaltestellen zuständig sind.
Die Beräumung von Straßen und städtischen Flächen ist eine Mammut-Aufgabe. In der Skatstadt gibt es mehr als 350 Straßen, deren Länge sich auf rund 230 Kilometer summiert. Es versteht sich also von selbst, dass der Winterdienst nicht überall zur selben Zeit sein kann.
Die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf die wichtigen Verkehrswege. Priorität haben dabei selbstverständlich die Hauptstraßen und Steigungen. Nebenstraßen und Radwege können und müssen nicht vollständig geräumt werden.
Wie in den Vorjahren wurde rechtzeitig Streumaterial eingelagert, zurzeit sind das rund 950 Tonnen Salz und 200 Tonnen Splitt. An neuralgischen Punkten, also beispielsweise vor Steigungen, wurden zudem Streukästen aufgestellt, aus denen sich die Kraftfahrer im Fall der Fälle selbst bedienen können. Überdies erfolgte die Aufstellung von Schneezäunen entlang bestimmter, freier Straßenabschnitte an städtischen Ortsverbindungsstraßen.
Einige Aspekte der Schneeräumung sind seit 2011 klarer geregelt, daran sei an dieser Stelle ebenfalls erinnert. Die Klarstellungen bei der Schneeräumung besagen unter anderem, dass die Breite der von den Grundstückseigentümern zu beräumenden Gehwegbahn 80 Zentimeter beträgt. Der Schnee soll wenn möglich am äußersten Gehwegrand oder in den Vorgärten abgelagert werden, um den Fahrverkehr nicht zu behindern und auch das Parken nicht unnötig zu erschweren.
Festgelegt wurde zudem, dass die Stadtverwaltung beim Anfall beträchtlicher Schneemengen offiziell Flächen zur Verfügung stellt, auf die der Schnee gebracht werden kann. Kein Grundstücksbesitzer ist verpflichtet, dort seinen Schnee abzulagern.
Die Flächen werden im Bedarfsfall kurzfristig bekannt gegeben und gekennzeichnet. Das gilt zudem für Flächen, die als Sammelstellen für Müllbehälter genutzt werden sollen. Diese Flächen soll der Abfallwirtschaftsbetrieb im Bedarfsfall bekannt machen.
An den grundsätzlichen Zuständigkeiten bei der Schneeberäumung hat sich nichts geändert. Für Gehwege sind generell die Grundstückseigentümer verantwortlich. An Werktagen hat die Beräumung und Abstumpfung bis sieben Uhr zu erfolgen, an Sonn- und Feiertagen bis acht Uhr. Gegebenenfalls muss der Schneeschieber tagsüber mehrfach in die Hand genommen werden, die Räum- und Streupflicht endet erst um 20 Uhr. Das städtische Ordnungsamt wird im Rahmen seiner Möglichkeiten kontrollieren, ob Grundstückseigentümer ihren Pflichten nachkommen.


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