Bürgerarbeit kommt nach Altenburg

15.07.2010

Stadt nimmt am Modellprojekt teil

Bürgerarbeit kommt nach Altenburg Ingrid Meineck-Schmiedl, Chefin der Altenburger Arbeitsagentur und Michael Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Altenburg. (Foto: Silke Arnold)

Die Stadt Altenburg wird ab dem 15. Juli am Modellprojekt "Bürgerarbeit" teilnehmen. Dies gab Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) am Freitag auf einer Pressekonferenz des BMAS bekannt.
"Wir freuen uns ganz besonders, dass unser Konzept den Zuschlag erhalten hat und so mit Altenburg nun auch die größte Stadt im Landkreis vom Projekt Bürgerarbeit profitieren kann.", so Ingrid Meineck-Schmiedl, Chefin der Altenburger Arbeitsagentur, sichtlich begeistert. Bereits von 2007 bis 2009 erhielt die Agentur die Möglichkeit, Bürgerarbeit im Rahmen eines Pilotprojektes des Landes in der Stadt Schmölln zu erproben und so wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Altenburg gehört in Thüringen neben Gera und dem Kyffhäuserkreis noch immer zu den Landkreisen mit der höchsten Arbeitslosenquote. So waren im Juni 13,1 % Arbeitslose im Kreisgebiet zu verzeichnen. "Wir haben uns ganz bewusst für die Stadt Altenburg entschieden, da mehr als die Hälfte der in Frage kommenden Arbeitslosengeld-II-Bezieher des Landkreises im Stadtgebiet wohnen. So können wir so viel wie möglich Menschen in das Modellprojekt einbeziehen und helfen.", freut sich die Agenturchefin.
Ebenso wie in Schmölln wird das Projekt - beginnend ab dem 15. Juli - in vier Phasen erfolgen. In den ersten drei Stufen wird neben Beratung, Aktivierung und Vermittlung hauptsächlich durch Qualifizierung und Förderung versucht, Menschen in Arbeit zu bringen. Erst wenn all diese Maßnahmen nach sechs Monaten nicht zum Erfolg geführt haben, kommen in der vierten Phase - ab 15. Januar 2011 - die Bürgerarbeitsstellen zum Tragen.
"Wir haben für die 4. Phase ab Januar 2011 bis zu 350 Bürgerarbeitsstellen geplant.", verrät die Agenturchefin. Diese Arbeitsplätze werden vorrangig im sozialen und ökologischen Bereich und beispielsweise im Breitensport und der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen geschaffen. "Wir legen hierbei sehr viel Wert darauf, dass wir Arbeiten fördern, die die Menschen beruflich und persönlich weiterbringen. Auf der anderen Seite werden wir sehr eng mit den Kammern zusammenarbeiten und so sicherstellen, dass keine Arbeitsplätze vom regulären Arbeitsmarkt durch geförderte Arbeitnehmer ersetzt werden.", so die Leiterin der Arbeitsagentur.
Ebenso engagiert und motiviert freut man sich in der Stadt Altenburg auf das anstehende Projekt. "Wir müssen mit neuen kreativen Modellen Beschäftigung statt Arbeitslosigkeit finanzieren.", so Michael Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Altenburg, der sich bereits seit 2007 intensiv dafür eingesetzt hat, dass Bürgerarbeit nach Altenburg kommt.
Nun gilt es, alles daran zu setzen, dass das Altenburger Projekt an die Schmöllner Erfolge anknüpfen kann.", so Ingrid Meineck-Schmiedl abschließend.


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