Rote Spitzen

22.01.2007

Die Hüllen fallen

Der Nordturm wird abgerüstet Der Nordturm wird abgerüstet (Foto: Ronny Seifarth)

Die Instandsetzungsarbeiten an den Turmdächern der Roten Spitzen befinden sich in der Schlussphase. Weithin sichtbar wurde das Gerüst, das sich am kleineren Nordturm befand, in den vergangenen Tagen abgebaut. Die Sanierung des größeren Südturms wird voraussichtlich bis Ende des Monats dauern, dann fallen auch die noch verbliebenen Hüllen.

Die Instandsetzung der Turmdächer beinhaltete eine Reihe von Maßnahmen. So erhielten die Spitzen nicht nur eine neue Schieferdeckung, auch tragende Holzelemente, die starke Schäden aufwiesen, mussten ausgetauscht werden.

Das technisch anspruchsvolle Bauprojekt stieß auf starkes öffentliches Interesse. In der Berichterstattung lokaler und überregionaler Medien fand unter anderem die Tatsache Beachtung, dass in luftiger Höhe zwischen den Türmen ein Werkstattbereich eingerichtet wurde. Die Kosten für die skizzierten Instandsetzungsarbeiten belaufen sich voraussichtlich auf rund 440.000 Euro, 80 Prozent der Summe kommen aus dem Bund-Länder-Programm für städtebaulichen Denkmalschutz.

Wenn auch am Südturm das Gerüst abgebaut ist, ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Roten Spitzen, Wahrzeichen der Stadt Altenburg, gemacht. Die Sanierung der einstigen Kirche St. Marien des Augustiner-Chorherrenstiftes soll fortgesetzt werden. Wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, könnte die Gesamtsanierung 2011 vollbracht sein. Um das zu schaffen, ist für die weiteren Maßnahmen der Einsatz von Bundesmitteln aus dem Denkmalpflegeprogramm des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Denkmalfördermittel des Freistaats und Mitteln der Stadt vorgesehen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben, seit die Roten Spitzen als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung anerkannt sind (die Pressestelle berichtete). Die weiteren Bauarbeiten sollen in diesem Jahr geplant werden.

Indes ziehen nicht nur die Arbeiten in luftigen Höhen öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. Mit Interesse verfolgen die Altenburger zudem, was sich am Boden tut. Im Herbst des Vorjahres startete nämlich auf dem Gelände ein ehrgeiziges Forschungsprojekt, das gemeinsam von der Stadtarchäologie und der Friedrich-Schiller-Universität Jena betrieben wird (die Pressestelle berichtete). Ziel der wissenschaftlichen Untersuchungen, die auf Jahre angelegt sind, ist es, Erkenntnisse über die ursprüngliche Gestalt des Chorherrenstiftes zu sammeln. Im Zuge der archäologischen Untersuchungen gab es schon vielversprechende Entdeckungen.

Die Grabungen an den Roten Spitzen sind denn auch der Grund dafür, dass sich Stadtarchäologe Michael Mattern für seinen traditionellen Jahresrückblick diesmal Unterstützung geholt hat. Professor Dr. Peter Ettel von der Uni Jena und Dr. Uwe Moos werden das Forum nutzen, um über das ehrgeizige Forschungsprojekt zu informieren. Der Jahresrückblick ist am 31. Januar (Mittwoch) um 19 Uhr im Bachsaal des Schlosses zu hören. Der Besuch der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes durchgeführt wird, ist kostenlos.


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