Warum ist Altenburg die Skatstadt?

Wenn man von Altenburg spricht, redet man in diesem Zusammenhang auch meist vom Skatspiel. Doch warum ist Altenburg eigentlich die Skatstadt? Nun, zunächst einmal wurde des Deutschen liebstes Kartenspiel genau hier in der ostthüringischen Residenzstadt Altenburg Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden. Aus dem "Schafkopf", dem "L'hombre", dem "Solo" und dem "Tarock" entstand in den Jahren 1810 bis 1817 das Skatspiel und sollte sich bald weit über die Stadtgrenzen hinaus verbreiten. Wer mehr zur Geschichte des Skatspiels wissen möchte, kann sich gern im Bereich "Skatgeschichte" der Rubrik "Skat" näher informieren.

Doch nicht nur die Erfindung des beliebten Spiels macht Altenburg zur "Skatstadt". Auch der Deutsche Skatverband (DSkV), Dachverband der deutschen Skatvereine, hat seinen Sitz hier. Und zusätzlich ist seit über 80 Jahren das höchste Entscheidungsgremium bei Streitfällen rund um das Skatspiel in Deutschland, das Deutsche Skatgericht, hier beheimatet. Dass die Altenburgerinnen und Altenburger den Skat verehren und den Titel "Skatstadt" mit Stolz tragen, zeigen die vielen Gaststätten und Kneipen, in denen das Skatspiel einfach zum gemütlichen Stammtisch dazugehört. Und auch die zahlreichen Skatclubs zeugen von der Bedeutung des Spiels für die Stadt und ihre Einwohner.

Historische und aktuelle Spielkarten können im Schloss- und Spielkartenmuseum bewundert werden. Als "Skatheimat" und damit wohl erstes Spielkartenmuseum der Welt 1923 im damaligen Heimatmuseum auf dem Schloss gegründet, erfreut sich das Museum heute zunehmender Beliebtheit - nicht zuletzt durch die einzigartige Sammlung an Exponaten rund um die Spielkarte.

Das einzige dem Skatspiel gewidmete Denkmal, der Skatbrunnen, ist ebenfalls Ausdruck des Anspruchs der Stadt auf das Thema Skat. Wer möchte, dass einem das Glück im Skatspiel hold ist, der sollte am Skatbrunnen eine Kartentaufe durchführen. Richtig erfolgreich ist das, wenn man gerade einen der vier Wenzel aus der "Wenzelgarde" dabei hat und natürlich Altenburger Spielkarten! Da sind wir schon bei einem weiteren Punkt, der Altenburg zum Titel "Skatstadt" verhilft - die Spielkartenfabrik. 1509 bereits wurde der erste Kartenmacher in Altenburg urkundlich erwähnt. Seit 1832 gibt es die Spielkartenfabrik, damals gegründet durch die Gebrüder Bechstein. 2002 kauft der internationale Spielkartenhersteller Carta Mundi die Spielkartenfabrik Altenburg. Damit verbunden ist die Zusammenführung der seit 1946 getrennten Firmen ASS Spielkartenverlag und Spielkartenfabrik Altenburg. 2003 werden dann noch die Marken "ASS" und "Altenburger" zu "ASS Altenburger" verbunden. Näheres finden Sie im Bereich "Spielkartenfabrik" unter der Rubrik "Skat" sowie auf der Website des Unternehmens www.spielkartenfabrik.de.

Sie sehen - Altenburg und das Skatspiel gehören einfach zusammen! Wenn auch Sie ein begeisterter Skatspieler sind und noch nicht in Altenburg waren, sollten Sie das schnell nachholen. Gemeinsam mit den anderen Pfunden, mit denen Altenburg "reizt", können insbesondere Skatfreunde hier eine wunderschöne Zeit verleben.

Gut Blatt!


↑ nach oben