Friedhofskapelle

17.08.2018

Rettungsplan für
Bleiglasfenster steht

Friedhofskapelle Jürgen Fröhlich, Denis Anders, OB André Neumann und Dr. Heribert Sutter, Abteilungsleiter am Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (v.l.), informieren sich vor Ort über den Zustand des Bauwerks.

Auf dem städtischen Friedhof haben Vertreter des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie an Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann Anfang August eine umfangreiche Bestands- und Zustandserfassung der Bleiglasfenster der Friedhofskapelle und der Parentationshalle (Leichenhalle) übergeben. Die im Auftrag des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie durch Diplom-Restauratorin Kathrin Rahfoth aus Erfurt erarbeitete Dokumentation wurde mit Denkmalfördermitteln des Freistaates finanziert und stellt zugleich einen detaillierten Rettungsplan für die im Jahre 1897 eingebauten originalen Bleiglasfenster dar.
In der Dokumentation wurde jedes einzelne der mehr als 100 Fenster restauratorisch untersucht, dokumentiert und auf der Grundlage der festgestellten Schäden für jedes Fenster ein Restaurierungsvorschlag erstellt.
Im nächsten Schritt muss es nun darum gehen, finanzielle Mittel für die Durchführung der notwendigen Restaurierungsarbeiten einzuwerben.
Bereits im Jahre 2017 hatte die Stadtverwaltung einen öffentlichen Aufruf zu Spenden für die Bleiglasfenster verfasst, der wie eine Initialzündung wirkte. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass vor der Durchführung von Arbeiten an den Fenstern zuerst planerische Grundlagen erarbeitet werden müssen. Diese planerischen Grundlagen liegen nun vor. Aus diesem Grund sind weitere Spenden – bislang sind circa 1500 Euro eingegangen – willkommen.

Friedhofskapelle Bleiglasfenster in der Friedhofskapelle. (Fotos: Ronny Seifarth)

Da die Arbeiten an den Fenstern natürlich auch im Zusammenhang mit den Gebäuden betrachtet werden müssen, wurde ein weiterer wichtiger Schritt beraten und letztendlich festgelegt. Ähnlich wie für die Bleiglasfenster soll mit Hilfe von Denkmalfördermitteln im Jahr 2019 eine Be- und Zustandserfassung der kompletten Gebäudesubstanz der Friedhofskirche und der Parentationshallen erarbeitet werden. Hierzu wird, voraussichtlich im kommenden Monat, durch die Stadtverwaltung eine entsprechende Fördermittelbeantragung beim Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie erfolgen.
Die im Jahre 1895-1897 errichtete Gebäudegruppe am Eingang des Friedhofs ist wegen ihrer Bauweise und ihrer weitgehend im Original erhaltenen Innenausstattung ein einzigartiges Kulturdenkmal und besonderes Zeugnis der Sepulkralkultur (Bestattungskultur).
Für Interessierte besteht zum diesjährigen Denkmaltag am 9. September die Möglichkeit zur Besichtigung der Gebäude und zum Einblick in die Restaurierungsplanung. Diplom-Restauratorin Kathrin Rahfoth wird hierzu selbst vor Ort sein.


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