Tausende am Denkmaltag unterwegs

17.09.2018

Ein Viertel im Fokus

Tag des offenen Denkmals Messe für Kreative, Kultur und Wirtschaft im Marstall.

Wenn bekannte und weniger bekannte Gebäude in Altenburg am Denkmaltag ihre Türen öffnen, dann lassen die Besucher nicht auf sich warten. Und so waren am Sonntag, 9. September, bei schönem Spätsommerwetter wieder Scharen von Schaulustigen aus nah und fern in der 1000 Jahre alten Residenzstadt auf Erkundungstour. Während manche gezielt ein Gebäude ansteuerten, um dort längere Zeit zu verweilen, waren andere von Haus zu Haus unterwegs.
Die Auswertung ergab, dass in diesem Jahr am „Tag des offenen Denkmals“ in Altenburg und den Ortsteilen circa 17.000 Besucher auf den Beinen waren, das sind 2000 weniger als 2017. Wie immer wurde an jedem Denkmal separat gezählt, sodass, wer an mehreren Objekten vorbeischaute, auch mehrfach in der Statistik auftaucht.
Wie in den Vorjahren erwies sich der Schlosskomplex mit Marstall, Teehaus und Orangerie als Besuchermagnet. Allein im Marstall, der eine Messe für Kreativität, Kultur und Wirtschaft beherbergte, wurden 3000 Interessierte gezählt. Andrang herrschte am Vormittag im Schlosshof, als Barbarossa mit seinem Gefolge einzog – eine spektakuläre Inszenierung der Barbarossa-Stiftung und des Vereins „Dorf-Art-Kraschwitz“, mit der für das neue Projekt „Wege zum Mittelalter“ geworben wurde. Ein Anziehungspunkt waren zudem die mittelalterlichen Roten Spitzen, dort wurden im Laufe des Tages mehr als 1000 Schaulustige gezählt.


Tag des offenen Denkmals1 Viele Schaulustige kamen zum Gründerzeitviertel. (Fotos: C. Bettels)

Erfolgreich verlief der Denkmaltag für die neue „Initiative für das Gründerzeitviertel“. Darin haben sich Hauseigentümer, Mieter, Gewerbetreibende und weitere engagierte Bürger zusammengeschlossen, um das Viertel zwischen Bahnhof und Altstadt zu beleben und zu entwickeln. Zu einem Hoffest, das zwischen Gabelentzstraße und Kanalstraße veranstaltet wurde, kamen circa 1200 Besucher – das ist beachtlich. Die Organisatoren gewährten Einblicke in das geschichtsträchtige Viertel und zeigten Perspektiven auf. Den Denkmaltag nutzte die Initiative, um in der Kanalstraße 39 ihr Kontaktbüro zu eröffnen.
Der Hauptorganisator des Denkmaltages, Jürgen Fröhlich, zeigt sich in seinem Resümee hochzufrieden. „Es war ein regelrechtes Fest der Bürger für die Bürger“, so der Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt. „Deshalb ist mir auf jeden Fall noch der ausdrückliche Dank an alle fleißigen Denkmaleigentümer und die ehrenamtlichen Helfer, die diesen Tag bestreiten und gestalten, besonders wichtig.“

Tag des offenen Denkmals3 Der Oberbürgermeister überreichte den nach Johann Georg Hellbrunn benannten Preis an Maria und Kurt Schlenker. (Foto: Ronny Seifarth)

Ein Rückblick auf das Altenburger Geschehen am Denkmaltag wäre unvollständig, würde nicht auch an das Eröffnungskonzert vom Freitagabend erinnert. Mehr als 400 Kulturinteressierte strömten in den Marstall, um dort das 14. Marstallkonzert zu erleben. Das traditionelle Konzert bildete wieder den feierlichen Rahmen für die Verleihung des Denkmalschutzpreises der Stadt. Oberbürgermeister André Neumann überreichte den mit 2500 Euro dotierten, nach Johann Georg Hellbrunn benannten Preis an Maria und Kurt Schlenker. Mit dem Preis würdigt die Stadt die vorbildlichen Leistungen bei der denkmalgerechten Instandsetzung der Fassaden des Jugendstilwohnhauses in der Meißnerstraße 11 (die Pressestelle berichtete).


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