Schiedspersonen gewählt

20.09.2018

Schlichtung statt Prozess

Schlichten_StadtABG (Foto: Silke Arnold)

Altenburgs Stadträte wählten in ihrer jüngsten Sitzung zwei Schiedspersonen, die Konflikte zwischen Bürgern entschärfen sollen um zu verhindern, dass Streitigkeiten vor Gericht ausgetragen werden. Mit jeweils klarem Votum wurde Stefan Sosic für den Schiedsbezirk Süd und Mara Schnabel für den Schiedsbezirk Nord gewählt. Die beiden erfahrenen Schlichter haben das Ehrenamt für fünf Jahre inne und vertreten sich gegenseitig.
Die Erfahrung zeigt, dass es sich für Bürger in vielen Fällen lohnt, die Dienste einer Schiedsperson in Anspruch zu nehmen. Wenn es einem ehrenamtlichen Schlichter gelingt, in einer Rechtsstreitigkeit eine Einigung herbeizuführen, ersparen sich die Konfliktparteien ein zumeist langwieriges und teures Gerichtsverfahren. Handelt der Schlichter einen Vergleich aus, ist dieser einem Gerichtsurteil gleichwertig. Für das Schlichtungsverfahren wird eine Gebühr von zehn Euro erhoben, die Kosten liegen also weit unter denen eines Gerichtsverfahrens.
In der Vergangenheit wandten sich Bürger vor allem wegen Nachbarschaftsstreitigkeiten an die
Altenburger Schiedsmänner und -frauen. Noch zu wenig bekannt ist, dass sie auch vermögensrechtliche Ansprüche klären und darüber hinaus bei bestimmten Strafsachen, etwa nach Beleidigungen, aktiv werden können. Ein erfolgreiches Schlichtungsverfahren kann unter anderem damit enden, dass ein vollstreckbarer Titel erwirkt wird.
Die beiden Altenburger Schiedspersonen haben wie eingangs erwähnt jeweils einen Schiedsbezirk zugeteilt bekommen. Über das Rechtsamt der Stadt kann jeder Einwohner, der den Dienst eines Schlichters in Anspruch nehmen möchte, erfragen, welcher für ihn zuständig ist. Am einfachsten ist eine telefonische Anfrage unter der Nummer: 594 391 oder via Mail an:info@stadt-altenburg.de

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