Sirenen der Stadt modernisiert

26.10.2018

Sprachdurchsagen möglich

Sirenen der Stadt Meik Zimny erläutert Landrat Uwe Melzer und OB André Neumann die moderne Sirenensteuerung. (Fotos: Ronny Seifarth)

Jeden Samstag um 11.30 Uhr heulen überall im Altenburger Land die Sirenen. Mit einem Probealarm wird die Funktionstüchtigkeit der Sirenen getestet. 118 dieser Sirenen gibt es in den Städten und Gemeinden des Landkreises. Gerade erfolgt eine Modernisierung der Anlagen, die nicht nur der Alarmierung der Feuerwehrleute, sondern auch der Warnung der Bevölkerung in Katastrophenfällen dienen.

Seit Anfang 2016 wurden im Altenburger Land alle 118 Sirenen mit einer Platine zur Warnung der Bevölkerung ausgestattet. Der größte Teil der Sirenen sind Motorsirenen, viele von ihnen bereits mehr als 30 Jahre alt. Stück für Stück werden diese Motorsirenen nun durch neue elektronischen Sirenen ersetzt.

In diesem Jahr sind im Stadtgebiet von Altenburg sechs moderne elektronische Sirenen dazugekommen. Die Standorte der Sirenen sind die Grundschule Wilhelm Busch, der Wasserturm Süd-Ost, das Lerchenberggymnasium, das Friedrichgymnasium, die Feuerwehr Remsaer Straße 4 und das Verwaltungsgebäude des Landratsamtes in der Lindenaustraße 10.

Auch in Schmölln und in Langenleuba-Niederhain wird derzeit je eine alte Motosirene durch eine moderne elektronische Sirene ersetzt. In weiteren Gemeinden ist in den kommenden Monaten eine Umrüstung geplant. Die Sirenen werden im Landkreis genutzt, um einerseits die Feuerwehren zu Einsätzen zu rufen, aber auch, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Für die Alarmierung der Feuerwehren wird jeden Samstag um 11.30 Uhr ein Probealarm durchgeführt. Die Probealarmierung zur Warnung der Bevölkerung hingegen erfolgt zweimal im Jahr, nämlich am ersten Samstag im März und am ersten Samstag im September, jeweils um 10 Uhr.

Die neuen elektronischen Sirenen bieten zudem die Möglichkeit, bei besonderen Gefahrenlagen Sprachdurchsagen zu machen. Eigens dafür wurde in der Feuerwehreinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Altenburg eine computergestützte Sirenen-Auslösezentrale installiert. „Bundesweit gibt es noch nicht viele Kommunen, die dieses System eingerichtet haben“, erklärt der im Landratsamt für das Thema Sicherheit und Ordnung zuständige Fachbereichsleiter Ronny Thieme und fügt hinzu: „Den neuen digitalen Alarmierungsweg betreffend ist das Altenburger Land bundesweit sogar Vorreiter.“

Seit Anfang 2018 steht in Thüringen ein flächendeckendes System zur Warnung der Bevölkerung bei drohenden Gefahren zur Verfügung. Das Modulare Warnsystem MoWaS wird im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland durch die Bundesländer in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben. Aktuell werden über dieses System Gefahrenmeldungen an Rundfunk- und Fernsehanstalten übermittelt. Darüber hinaus können über auch Paging-Dienste (Funkrufsysteme), die Deutsche Bahn AG, Internetprovider und die Warn-App NINA mit Warnungen versorgt werden.

Die Warn-App NINA übrigens, eine Notfall-Informations- und Nachrichten-App,
kann sich jeder kostenlos auf seinem Smartphone installieren. Über diese App werden im Fall der Fälle wichtige Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie Gefahrstoffausbreitungen, Großbrände oder Hochwasser mitgeteilt. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes sind hier ebenfalls integriert.

Die Kosten für die Sirenen im Altenburger Stadtgebiet summieren sich auf 57.000 Euro. Der Freistaat und das Landratsamt steuern jeweils 12.100 Euro Fördermittel bei, sodass der städtische Eigenanteil bei 32.800 Euro liegt. Das Landratsamt förderte die Steuerungsanlage der Sirenen, die sich in der Feuerwehrwache in der Remsaer Straße in Altenburg befindet, zu 100 Prozent.


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