Denkmaltag: Aufruf zur Teilnahme

03.06.2019

Modern(e) – Umbrüche in
Kunst und Architektur

Auch 2019 beteiligt sich die Stadt Altenburg wieder an der europaweiten Aktion zum „Tag des offenen Denkmals“.
Gemeinsam mit einer Vielzahl von engagierten Denkmaleigentümern und unterschiedlichen Akteuren soll dazu wieder ein umfangreiches, interessantes und vielfältiges Programm für die Al-tenburger Bürger und die Gäste der Stadt gestaltet werden. In diesem Jahr findet der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 8. September 2019, statt. Er steht unter dem bundesweiten Motto: „Modern(e) - Umbrüche in Kunst und Architektur“.
Das vorgeschlagene Motto steht in einem besonderen Zusammenhang mit dem diesjährigen Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“. Das Veranstalter-Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz schreibt hierzu:
„100 Jahre Bauhaus: Kaum eine andere Strömung steht mehr für „Moderne“ und Abkehr von tradierten Vorstellungsweisen, Techniken und praktischen Umsetzungen. Passend zum Jubiläumsjahr nimmt der Tag des offenen Denkmals das Bauhaus zum Anlass, Umbrüche in Kunst und Architektur in den Vordergrund zu stellen: Denn in jedem Umbruch steckt etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes. Ob durch den technischen Fortschritt oder die gesellschaftliche Entwicklung bedingt, Ursprünge und Erscheinungsweisen von Umbrüchen sind vielseitig. Denn jede Entwicklung bringt neue Möglichkeiten, aber auch Anforderungen für die Architektur mit sich, die sich in Form, Gestaltung und Nutzung des Denkmals äußern: Neue Epochen brechen durch innovative Konstruktionen und eigene Stilelemente mit vorherigen Bautraditionen, neue Techniken ermöglichen das Übersteigen bisheriger Grenzen und neue Ansprüche der Gesellschaft lassen neue Bautypologien entstehen und bestehende Gebäude eine neue Nutzung erfahren. So finden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute, von historischen Bauten bis hin zu Parks und archäologischen Stätten.“
Auch die bauliche Entwicklung und architektonische Gestaltung der Stadt Altenburg und vieler ihrer Bauwerke wurde über die Jahrhunderte hinweg durch eine Vielzahl von Umbrüchen und neue Entwicklungen geprägt.
Die rasante Stadtentwicklung des ausgehenden 19. Jahrhunderts führte zu planmäßigen Stadterweiterungen und zu unzähligen Neubauten (unter anderem zwischen Altstadt und Bahnhof).
Nach dem 1. Weltkrieg wurde auch in Altenburg an mehreren Standorten massiv der soziale Wohnungsbau entwickelt (unter anderem „Dichterviertel“.)
Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen wurden immer wieder umgebaut, aufgestockt, erweitert und in den Fassaden verändert (unter anderem das Residenzschloss). Die 1904 errichtete Brüderkirche erhielt nach dem damals neuesten Stand der Technik einen Stahldachstuhl und eine elektrische Beleuchtung. Bereits um 1900 wurde im Residenzschloss ein Fahrstuhl eingebaut. Die Umgestaltung des früheren Schlossgartens zum Schlosspark im 19. Jahrhundert folgt dem Gedanken des englischen Landschaftsparks. Nach dem Ende der Produktion wurde der ehemalige Industriestandort Wettinerstraße 1 zum neuen Sitz der Kreissparkasse Altenburger Land entwickelt.

Über das empfohlene Schwerpunktthema hinaus werden auch im Jahre 2019 alle interessanten Vorschläge und Anregungen in das geplante Programm für die Stadt Altenburg aufgenommen.
Wie in jedem Jahr möchte die Untere Denkmalschutzbehörde dazu aufrufen, sich auch im Jahre 2019 mit vielfältigen Angeboten und Aktionen am Tag des offenen Denkmals zu beteiligen.
Alle Aktionen und Angebote werden durch die Untere Denkmalschutzbehörde koordiniert, begleitet und im Veranstaltungsprogramm für die Stadt Altenburg zusammengefasst. Alle Denkmaleigentümer und Interessenten werden gebeten, ihre Anmeldung zur Teilnahme bzw. für spezielle Aktionen bis zum 05.07.2019 schriftlich bei der Unteren Denkmalschutzbehörde vorzunehmen. Anmeldeformulare finden sich auf den Internetseiten der Stadt (www.altenburg.eu), Menüpunkt: „Bauen und Wohnen“, weiter auf „Denkmalschutz“ und Downloads unter „Tag des offenen Denkmals“.
Für Rückfragen steht die Untere Denkmalschutzbehörde unter der Telefonnummer (03447) 594 637 oder (03447) 594 638 gern zur Verfügung.


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