Denkmaltag lockte Tausende

13.09.2019

Preisträger kündigt neue Investitionen an

Denkmaltag2 Fast 1000 Besucher kamen in die Music Hall, wo die „ldee3 – Messe für Kreativität, Kultur & Wirtschaft“ zu sehen war. (Foto: C. Bettels)

Am vergangenen Sonntag, an dem deutschlandweit bekannte und weniger bekannte Denkmale im Blickpunkt standen, begaben sich auch wieder Tausende Altenburger und Besucher der Stadt auf Entdeckungstour. Bei angenehmen Temperaturen steuerten die Schaulustigen zielstrebig ihren Favoriten an oder schlenderten einfach drauflos. So oder so: Altenburgs bauhistorischer Reichtum lud zum Staunen ein.
Insgesamt, so die Auswertung, waren am „Tag des offenen Denkmals“ in Altenburg und den Ortsteilen circa 11.000 Besucher unterwegs, das sind 6000 weniger als im Vorjahr. Wie immer wurde an jedem Denkmal separat eine Strichliste geführt. Wie sich zeigte, lagen der Schlosskomplex mit Teehaus und Orangerie sowie der herzoglichen Hofgärtnerei in der Besuchergunst vorn. Circa 1000 Interessierte nutzten die Gelegenheit, einen Blick in das sonst nicht zugängliche Prinzenpalais zu werfen. Dort fand die „Biennale für junge Kunst“ statt, mehr als 30 Kreative präsentierten dort ihre Werke.
Ebenfalls fast 1000 Besucher wurden in der Music Hall gezählt, wo diesmal die „ldee3 – Messe für Kreativität, Kultur & Wirtschaft“ zu sehen war. 15 Aussteller waren dabei und freuten sich über den Zuspruch. 830 Besucher wurden in der Villa Ranniger, dem Sitz der Musikschule, gezählt, 700 waren es im Historischen Friseursalon. Großen Zuspruch erfuhr auch in diesem Jahr wieder die Initiative „Neue Gründerzeit an der Blauen Flut“, die in den Historischen Gasthof „Thüringer Hof“ in der Gabelentzstraße 15 geladen hatte. 715 Interessierte wurden dort gezählt, sie nahmen am Hoffest teil oder begaben sich auf geführte Entdeckungstouren durch das Viertel. Ein spezielles Angebot unterbreiteten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar: Mit ihnen konnte man einen Abschnitt der Blauen Flut erkunden, der sonst abgesperrt ist.


Denkmal3 Großen Zuspruch erfuhr auch in diesem Jahr wieder die Initiative „Neue Gründerzeit an der Blauen Flut“. (Foto: C. Bettels)

Anklang fand überdies die Offerte, die ehemalige GAGfAH-Siedlung“ in der Südstraße zu besichtigen. 200 Interessierte wurden dort gezählt, sie konnten sich über den aktuellen Stand der Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten informieren. (GAGfAH steht für: Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten.) Die Besucher äußerten sich sehr erfreut darüber, dass Häuser der Siedlung instand gesetzt werden.
Immerhin 200 Unternehmungslustige zog es zu einer archäologischen Grabungsstätte bei Kosma. Dort sind Forscher auf Spuren einer slawischen Siedlung gestoßen. Für alle, die am Denkmaltag keine Zeit gefunden haben, sich das anzuschauen, gibt es eine gute Nachricht. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie will, unterstützt von „Ontras“, im Herrenhaus von Oberzetzscha im März oder April des kommenden Jahres eine Ausstellung mit den interessantesten Fundstücken zeigen.


Denkmalpreis Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (rechts) überreichte den Denkmalpreis an Thomas W. Sperr (2. von rechts), Lucas Sperr und Andrea Sperr. (Foto: Ronny Seifarth)

Dem Geschehen am Denkmaltag ging wie in den Vorjahren die Vergabe des nach Johann Georg Hellbrunn benannten Denkmalpreises der Stadt voraus. Die Auszeichnung, die Oberbürgermeister André Neumann am Freitagabend in der Brüderkirche überreichte, wurde Lucas und Thomas W. Sperr für ihr Engagement zur Erhaltung und Pflege des Kulturdenkmals Käthe-Kollwitz-Straße 46 zugesprochen. Doch Thomas W. Sperr beließ es nicht dabei, sich für den Preis zu bedanken. Der erfolgreiche Steuerberater kündigte an, gemeinsam mit seinem Sohn das Hotel „Europäischer Hof“ in Bahnhofsnähe sowie die Teichvorstadt 7 und die angrenzende Mauerstraße 1 sanieren zu wollen. Angesichts dieser Aussagen klang die Musik des Philharmonischen Orchesters in den Ohren der rund 600 Gäste wie ein Festkonzert.


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