Bauarbeiten am Karolinum enden

14.09.2020

Schule rundum modernisiert

(Fotos: Ronny Seifarth)

Die umfassende Modernisierung der Grundschule Karolinum ist geschafft. Die mit Millionenaufwand durchgeführte Sanierung des traditionsreichen Gebäudes hat Schülern, Lehrern und den Bauverantwortlichen einiges abverlangt, doch das Ergebnis, ein rundum erneuertes Haus, kann sich wahrlich sehen lassen. Das Karolinum, das zeitweise eine Großbaustelle war, bietet nun deutlich verbesserte Unterrichtsbedingungen. Zuletzt erfolgte die Neugestaltung des Schulhofs, der – sehr zur Freude der Kinder – auch mit neuen Spielgeräten ausgestattet wurde.

Die komplexe Modernisierung des Schulgebäudes gliederte sich in mehrere Bauabschnitte, gearbeitet wurde größtenteils bei laufendem Schulbetrieb. Zu Beginn der Sommerferien 2017 ging es mit der Einrüstung der Turnhalle sowie der hofseitigen Fassade des Schulgebäudes für alle sichtbar los. Neben der Instandsetzung der Fassaden und der Modernisierung der Turnhalle samt Nebenräumen gehörten Investitionen in den Brandschutz und die technischen Anlagen genauso zu den Hauptzielen wie die Herstellung der Barrierefreiheit, die unter anderem durch den Anbau eines behindertengerechten Personenaufzugs erreicht worden ist.

Vor allem von der Instandsetzung der Außenwände hat das altehrwürdige Schulgebäude optisch sehr profitiert, das ist für jedermann sichtbar. Doch auch im Inneren ist viel Positives geschafft worden. Neben der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes sind Wand- und Deckenbekleidungen sowie die Bodenbeläge in allen Schulräumen instandgesetzt worden, die Türen und die bis dahin noch nicht instandgesetzten Fenster wurden aufgearbeitet oder durch neue ersetzt, die Fenster überdies mit Rollos ausgestattet. Die Raumakustik hat sich durch spezielle Wand- und Deckenbekleidungen deutlich verbessert.

Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk wurde ringsherum im erdberührten Bereich abgedichtet. Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroanlagen wurden instandgesetzt beziehungsweise erneuert. Erwähnenswert ist zudem, dass die Haupttreppe vollständig aufgearbeitet wurde.

Zu dem komplexen Vorhaben gehört auch die Modernisierung der Turnhalle. Die Sporthalle verfügt jetzt über Fußbodenheizung und einen elastischen Sportboden, die Wände haben Prallschutz. Auch die Nebenräume der Turnhalle sind mit erheblichem Aufwand instand gesetzt, so wurden der Geräteraum sowie Lehrer- und Schülerumkleiden neu errichtet und ausgestattet. Im Untergeschoss wurde auch eine behindertengerechte WC-Anlage eingebaut.

Im Zuge der Baumaßnahmen im südlichen Untergeschossbereich trat ein statisches Problem zu Tage: Es stellte sich heraus, dass die Betondecke nur im Verbund mit dem alten Fußbodenaufbau standsicher war. Für den neuen Fußbodenaufbau musste der gesamte südliche Bereich vom Tiefkeller her stabilisiert werden. Hierfür wurden ausgemauerte Stahlträger unter der Decke unter dem Untergeschoss eingebaut und die gesamte Decke nachträglich mit Brandschutzbeschichtung und Wärmedämmung versehen. Diese Maßnahme führte zu Verzögerungen im Bauablauf.


Das letzte Etappenziel markierte wie eingangs erwähnt die Erneuerung des Schulhofs. Der Hof erhielt eine neue Oberflächengestaltung inklusive einer modernen Entwässerungsanlage. Erfreulich zudem: Nach dem Abbruch der alten Garagen war Platz für den neuen Schulgarten.

Die Kosten für die aufwändige Sanierung des Karolinums summieren sich voraussichtlich auf circa 4,3 Millionen Euro. Die Millioneninvestition war nur möglich, weil die Stadt im Rahmen der Schulbauförderung finanzielle Unterstützung erhielt: circa 2,7 Millionen Euro.

Für die Grundschule, die einen guten Ruf genießt, werden in den kommenden Jahren stabile Schülerzahlen vorhergesagt. Aktuell lernen 183 Jungen und Mädchen am Karolinum. Die Schülerprognosen rechtfertigen auch die bereits getätigten Investitionen. Erinnert sei an die Sanierung der Aula, die Ende 2010 feierlich ihrer Bestimmung übergeben werden konnte.



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