Städtischer Friedhof

09.05.2019

Rechte zur Nutzung großer Wandgrabstellen frei

Friedhof_Wandgräber

Niemand denkt gern über Sterben und Tod nach und doch ist gut beraten, wer sich rechtzeitig mit dem Thema Beisetzung befasst. Der städtische Friedhof am Grüntaler Weg bietet viele Möglichkeiten für eine würdige Bestattung. Eine noch wenig bekannte Option ist die Nutzung einer historischen Wandgrabstelle, die sich auch als Familiengrabstätte eignet. Der Altenburger Friedhof verfügt aufgrund seiner langen Geschichte über eine Vielzahl dieser besonderen Gräber.


Zur Historie: Um das Jahr 1529 grassierte eine hochansteckende Seuche namens Englischer Schweiß in Europa, von welcher auch die Altenburger Gegend nicht verschont geblieben ist. Wer sich mit dieser Krankheit infizierte starb innerhalb kürzester Zeit. Daher wollte man die Verstorbenen nicht mehr innerhalb der Stadt bei den Kirchen beisetzen und suchte nach einem neuen Begräbnisort. Im Baumgarten des Hospitals wurde ein solcher Platz gefunden und am 6. Juni 1529 erfolgte hier die erste Beisetzung. Bereits im Jahr 1552 fand eine erste Erweiterung des Friedhofs in nördlicher Richtung statt, sie erhielt eine Einfriedung aus Mauersteinen.


Friedhof_Wandgräber (Fotos: Silke Arnold)

Da die Bevölkerung wuchs, kam es im Laufe der Jahrhunderte noch zu weiteren Friedhofserweiterungen. An den Friedhofsmauern wurden größere Wandgräber errichtet und oftmals mit schönen, repräsentativen Grabmälern bestückt.
Zahlreiche Nutzungsrechte dieser historischen Wandgrabstellen sind abgelaufen. Die Friedhofsverwaltung möchte diese jedoch gern weiterhin erhalten. Es besteht daher die Möglichkeit, ein Nutzungsrecht neu zu erwerben und zugleich im Wege einer zusätzlichen Vereinbarung mit der Stadtverwaltung die Pflege und Erhaltung des Denkmals zu übernehmen.
Da hierzu jeweils einige Details vorher abzuklären sind, sollte man nicht bis zum Eintritt eines Bestattungsfalles warten.

Wer Interesse an einer historischen Wandgrabstelle hat, sollte entweder mit der Friedhofsverwaltung, Telefon (03447) 594 646 (Herr Stabrey) oder mit der „Kommuna-GmbH“, Telefon 01624584057, (Herr Schulz), Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen.


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