Schloss: Am 24. Mai neue Ausstellung

06.02.2020

Restaurierte Gemälde zurück

Schloss Die sicher verpackten Kunstwerke sollen in der neuen Ausstellung gezeigt werden, die im Mai eröffnet wird. (Fotos: Ronny Seifarth )

Ein ungewöhnliches Schauspiel war am Freitag der Vorwoche auf dem Schlosshof zu beobachten. Sicher verpackt wurden zwei große Gemälde angeliefert. Die restaurierten Kunstwerke sind Vorboten der neuen Jahresausstellung des Schloss- und Kulturbetriebes, welche im Mai eröffnet. Sie ist dem Totengedenken am Altenburger Hof im 17. Jahrhundert gewidmet. Die Ausstellungsvorbereitungen sind von verschiedenen Restaurierungsmaßnahmen begleitet, als Teil derer nun die besagten Kunstwerke im Residenzschloss wieder eingetroffen sind.
Die beiden Gemälde zeigen den sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. (1585) und seine Gattin Magdalena Sibylle (1586-1659) aufgebahrt. Ihre Tochter Magdalena Sibylle war Gattin von Friedrich Wilhelm II., Herzog von Sachsen-Altenburg. Die Gemälde hingen in der Schlosskirche und waren Teil der höfischen Erinnerungskultur.
Die beiden Gemälde im Format von 181 mal 234 Zentimeter waren für die Durchführung von Restaurierungsmaßnahmen an die Dresdner Restauratorin Susanne Launer gegeben worden. Launer hat Farbschichten stabilisiert und fixiert, eine Oberflächenreinigung vorgenommen, die Leinwand geglättet sowie Risse und Löcher geschlossen. Fehlstellen in der Malerei und im Schriftfeld hat sie ergänzt.
Das den Kurfürsten Johann Georg I. darstellende Gemälde erwies sich als eine besondere Herausforderung: Aus unbekannten Gründen ist das Gemälde mechanisch durch das Heraustrennen eines 40 mal 40 Zentimeter großen Stückes beschädigt gewesen. Ziel war es, diese Stelle materialmäßig und nach Möglichkeit inhaltlich zu ergänzen. Die dazu erforderliche Recherche nach Vorlagen für dieses Gemälde verlief in Zusammenarbeit mit Fachkollegen der Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden ergebnislos: Es gibt nach heutigem Kenntnisstand keine im Detail vergleichbare gemalte oder graphische Vorlage. Allerdings ließ sich durch den Bildaufbau das ehemals an der Fehlstelle vorhandene Motiv des Gemäldes erahnen: Hier waren einst das sächsische Kurschwert und ein Zepter positioniert – Objekte, die noch heute in der Rüstkammer in Dresden bewundert werden können und die nunmehr an der Fehlstelle wieder abgebildet sind.

Die Maßnahme wurde gefördert von der Thüringischen Staatskanzlei. Die Gemälde werden ab dem 24. Mai 2020 in der Ausstellung „Vom Jammertal ins Paradies – Bestattungen und Totengedenken am Altenburger Hof im 17. Jahrhundert“ im Residenzschloss zu sehen sein. Auch die restaurierte Fürstengruft in der Schlosskirche wird dazu erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


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