Gedanken zum neuen Jahr

04.01.2021

Oberbürgermeister André Neumann (Foto: Ronny Seifarth)

Liebe Altenburgerinnen, liebe Altenburger,

das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel sind anders verlaufen, als wir es aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kennen. Mehr denn je besinnen wir uns in diesen Tagen auf das, was am Wichtigsten ist: Unsere Gesundheit und die unserer Lieben. Die Corona-Pandemie hat leider um Altenburg keinen Bogen gemacht und uns im vergangenen Jahr viel abverlangt. Und leider ist das tückische Virus noch nicht besiegt. In den ersten Wochen des neuen Jahres werden wir noch vielen Einschränkungen unterliegen und wir werden uns jeden behutsamen Schritt in Richtung Normalität genau überlegen müssen. Vorschnelle Lockerungen könnten sich rächen, das haben wir gelernt. Und so bitte ich Sie zu Beginn des neuen Jahres um Geduld und Verständnis.
Obwohl wir heute nicht mit Gewissheit vorhersagen können, wann die Ausbreitung des Virus gestoppt sein wird, besteht doch die berechtigte Hoffnung, dass das nicht mehr allzu lange dauert. Deshalb haben wir im Rathaus fürs neue Jahr auch viele Veranstaltungen und Projekte geplant, die unsere schöne Stadt weiter voranbringen. Neben den bekannten und beliebten Events wie Bauernmärkten und Festen soll die ein oder andere ausgefallene Veranstaltung 2021 nachgeholt werden. An manchen Wochenenden wird es möglicherweise vielen schwerfallen, sich angesichts des großen kulturellen Angebots zu entscheiden: Kino- oder Theaterpremiere? Fußballspiel oder Volksfest? Shoppen oder Schlemmen?
Die Corona-Pandemie kostet auch die Stadt Altenburg unterm Strich viel Geld. Gleichwohl ist es uns gelungen, bereits im Januar einen beschlussfähigen Doppelhaushalt für die Jahre 2021 und 2022 zu haben. Darin sind eine Reihe bedeutender Investitionen verankert. Schon im Sommer soll am Kornmarkt ein moderner Bürgerservice öffnen, der es insbesondere älteren und behinderten Menschen ermöglicht, ihre Anliegen mit der Stadtverwaltung zu klären. Mit der Planung der Spiele-Erlebniswelt werden wir bis 2022 entscheidend vorankommen. Was wir im Josephinum in den nächsten Jahren entwickeln wollen, hat schon vielfach ein positives mediales Echo hervorgerufen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus zu hören war. Wenn unsere Spielewelt in diesem frühen Stadium auf so reges Interesse stößt, was wird dann erst nach der Eröffnung los sein?
An den Schulen in Trägerschaft der Stadt wird dank des Digitalisierungspakts ein regelrechter Schub ausgelöst. Neben der technischen Ausstattung wollen wir auch die baulichen Bedingungen verbessern. 2021 wird es an der Busch-Schule, der Erich-Mäder-Schule und an der Reichenbach-Schule am weitesten vorwärtsgehen, denn diese drei haben als erste entsprechende Konzepte erarbeitet. 2022 folgen die Luther-Schule, das Karolinum, die Grundschule Platane und die Bonhoefferschule. Unabhängig von der Digitalisierung wird an den Schulen investiert, so werden beispielsweise an der Bonhoefferschule der Werkraum saniert und weitere Fenster erneuert. In der Grundschule Platane werden die Sanitärräume für Schüler und Lehrer modernisiert. An der Nordseite des Gebäudes der Luther-Schule ist die Instandsetzung der unter anderem an die Torgasse angrenzenden Außenwand vorgesehen.
Viel Geld wird auch im neuen Jahr in die Verbesserung der Infrastruktur fließen. Hervorheben möchte ich die anstehende grundhafte Erneuerung und Neugestaltung der Moritzstraße und die Instandsetzung des letzten Abschnitts der Schmöllnschen Vorstadt. Von beiden Projekten profitieren nicht nur die Autofahrer, denn der Verkehr rollt dort künftig ruhiger und sicherer. Darüber hinaus stehen 2021 und 2022 erhebliche Mittel im Straßeninvestitionsprogramm zur Verfügung. Mit diesen Geldern werden abschnittsweise unter anderem die Kleiststraße, die Geschwister-Scholl-Straße, die Sternstraße und die Straße in Kosma asphaltiert. Schließlich soll die Pappelstraße grundhaft ausgebaut werden, die Finanzierung der erforderlichen Planung ist nunmehr gelungen.
Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass Altenburg attraktiv für junge Familien ist. Wir setzen mit unseren Investitionen daher einen Schwerpunkt auf kinderfreundliche Angebote. Wir entwickeln den Kleinen Festplatz zu einem geselligen Treffpunkt für Jung und Alt, stecken 50.000 Euro in die Spielplätze und wollen mit 60.000 Euro einen Platz für Mountainbiker schaffen. Dabei verlieren wir auch die Ortsteile nicht aus dem Blick, in Zetzscha erhält der Sportplatz zwei mobile Fußballtore und neue Ballfangnetze.
Liebe Altenburgerinnen und Altenburger,
noch dominieren die Berichte über Corona und die Folgen die Nachrichten. Doch ich bin zuversichtlich, dass sich im neuen Jahr zunehmend andere, erfreulichere Themen durchsetzen werden. Wenn wir nach vorn schauen, muss uns nicht bang sein. Deutschland ist ein starkes Land und Altenburg hat in seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte schon so manche Krise bewältigt.
Ich wünsche Ihnen für 2021 zuallererst Gesundheit und Kraft, zudem Erfolg und viele glückliche Momente,

Ihr André Neumann


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