Leitbild der Stadt Altenburg

05.05.2008

In seiner Sitzung am 24. April beschloss der Stadtrat ohne Gegenstimme ein
Leitbild für die Stadt Altenburg.

Rückblick: In der verlängerten Bürgerbeteiligung (die Pressestelle berichtete) hatten nochmals verschiedene Altenburgerinnen und Altenburger, aber auch Gäste, die Möglichkeit, sich zum Leitbildentwurf zu äußern, genutzt. So hatte die Arbeitsgruppe über 18 redaktionelle und 107 inhaltliche Vorschläge sowie sieben allgemeine Hinweise zu befinden. Auch wenn sich nicht alle Hinweise und Anregungen wortwörtlich im vorliegenden Papier wiederfinden - jeder Vorschlag wurde in der Gruppe diskutiert. Schließlich einigte man sich aber darauf, auch Raum zur Interpretation zu lassen und die Leitsätze möglichst offen (ohne konkrete Einzelmaßnahmen) zu formulieren.


Die zahlreichen Vorschläge zu Maßnahmen der Umsetzung werden ebenfalls nicht in der Schublade verschwinden, sondern innerhalb der Verwaltung an die zuständigen Stellen weitergegeben.

Den zahlreichen Zuschriften folgend wurde das Thema Skat noch stärker betont.
Das ebenfalls mehrfach genannte Thema der Transparenz von Kommunalpolitik wurde mit einem Leitsatz weiter verstärkt. Der Absatz zur Aus- und Weiterbildung bei "Altenburg braucht..." wurde umformuliert und erweitert, beim Wohnstandort Altenburg ("Altenburg soll...") wurde ein Leitsatz zum Thema Sicherheit ergänzt.

Oberbürgermeister Michael Wolf und die Vertreter der Fraktionen zeigten sich beeindruckt und erfreut, wie viele Personen sich ausführlich mit dem Leitbild inhaltlich auseinandergesetzt haben.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe hoffen, dass nach rund einjähriger Vorbereitungszeit und einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit ein Leitbild entstanden ist, an welchem sich sowohl die Entscheidungsträger, als auch die Einwohner orientieren können und wollen.


Leitbilddiskussion (Foto: Christian Bettels)

Bürgerforum mit reger Diskussion

Wohin soll sich Altenburg entwickeln? Mit welchen Pfunden kann die Stadt wuchern? Und was gehört eher nicht in ein Leitbild, in das nur Wesentliches aufgenommen werden soll? Um diese Fragen kreiste am 26. Februar eine angeregte Diskussion. Mitglieder der Arbeitsgruppe, die sich auf das nunmehr 19-seitige Leitbild verständigt hat, kamen im Großen Ratssaal mit Bürgern ins Gespräch. Ergebnis: Die Arbeitsgruppe will die an dem Abend vorgebrachten Anregungen prüfen. Aus diesem Grund wurde die Frist, bis zu der Vorschläge schriftlich eingereicht werden können, bis zum 30. März verlängert.
Klaus Hansert aus Altenburgs Partnerstadt Offenburg, der maßgeblich an der Entstehung des Leitbilds mitgewirkt hat, erläuterte dessen Kernaussagen zu Beginn des Forums den rund 70 Zuhörern. Der ehemalige Hauptamtsleiter berichtete, dass von der Aufforderung, sich einzubringen, rege Gebrauch gemacht wurde. Rund 150 Anregungen, Ergänzungswünsche und redaktionelle Hinweise seien bislang ausgewertet und zum Teil auch berücksichtigt worden.
Doch wie sich an dem Abend zeigte, werden es wohl noch ein paar mehr. So wurde in einer Wortmeldung angemahnt, dass sich Altenburg stärker als Skatstadt profilieren soll. Ein Vertreter der Kirche monierte in seiner Stellungnahme, dass man noch mehr Zeit benötige, damit sich auch die Gremien ausführlich mit dem Leitbild beschäftigen können. Auch ganz handfeste Dinge wurden gefordert: So meinte ein Redner, im Leitbild müsse das Ziel formuliert werden, Altenburgs Radwegenetz auszubauen. Eine andere Stimme vermisste eine "zündende Idee". Mit der konnte an dem Abend zwar niemand dienen, dafür wurde aber für Visionen geworben. Eine lautete: In Altenburg müsse es ein "Reizhaus" geben, in dem Bürger und Gäste jederzeit einen zünftigen Skat spielen können.
Klaus Hansert, Oberbürgermeister Michael Wolf und weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe zeigten sich grundsätzlich offen für die vorgebrachten Anregungen und Argumente. Moderator Hansert stellte allerdings vorsorglich klar, dass es nicht möglich sein werde, alles zu berücksichtigen. Im Übrigen werde das Leitbild auch nach seiner Verabschiedung im Stadtrat, wo es voraussichtlich im April auf der Tagesordnung sein wird, weiter fortgeschrieben, so der Moderator.
Nach der Beschlussfassung soll das Leitbild in Form einer Broschüre oder ähnlichem einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.




Leitbild für die Stadt Altenburg

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Fraktionen des Stadtrats der Stadt Altenburg, dem Oberbürgermeister sowie von Verwaltungsdienstkräften hat in den letzten Monaten den Entwurf für ein Leitbild der Stadt Altenburg erstellt.


Was ist ein Leitbild?

Mit dem Leitbild werden Entwicklungsziele für die Stadt Altenburg definiert. Gerade für die Stadt Altenburg gäbe es verschiedene Bereiche, in denen Entwicklungspotenziale liegen. Jedoch reichen sowohl die personellen als auch die finanziellen Ressourcen bei weitem nicht aus, um tatsächlich allen Entwicklungspotenzialen Rechnung zu tragen. Deshalb soll das Leitbild sich auf bestimmte Entwicklungsziele beschränken und insbesondere für die Entscheidungsträger vor Ort als "roter Faden" dienen.


Warum wurde überhaupt ein Leitbild für die Stadt Altenburg erarbeitet?

Wie sicherlich vielen bekannt ist, nimmt die Finanzausstattung der Kommunen stetig ab, die Haushaltssituation ist angespannt. Das bedeutet auch, dass sich die Erfüllung von Aufgaben und insbesondere die Erschließung von Entwicklungspotenzialen immer schwieriger gestalten. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, sich auf bestimmte Entwicklungsfelder festzulegen, die dann schwerpunktmäßig verfolgt werden. Die vorhandenen personellen, finanziellen und auch ideellen Ressourcen können damit gezielt eingesetzt werden.


Warum sollte ich mich einbringen?

Es ist wichtig, dass ein Leitbild nicht nur von den lokalen Entscheidungsträgern (Stadtrat und Oberbürgermeister) getragen wird, sondern gerade auch von der Einwohnerschaft, den lokalen Wirtschaftsakteuren und den gesellschaftlichen Kräften (Vereine, Verbände, Interessengruppen etc. pp.). Nur so können die definierten Ziele auch konsequent verfolgt werden. Ein Leitbild richtet sich natürlich vorrangig an Rat und Verwaltung, sollte aber auch von der Einwohnerschaft "gelebt" werden.

Es ist deshalb auch das Ziel des Stadtrats und der Verwaltung, die Altenburgerinnen und Altenburger - aber auch Gäste - in die Erarbeitung von Entwicklungszielen in Form des Leitbildes einzubinden. Der vorliegende Entwurf soll dabei als Gedankenanstoß und grobes Gerüst dienen.


Wie geht es weiter?

Der Leitbildentwurf wurde zum Neujahrsempfang der Stadt Altenburg am 11. Januar 2008 Vertretern der verschiedensten gesellschaftlichen Kräfte ausgereicht. Zudem haben auch die Medien das Konzept erhalten und darüber berichtet. In den Monaten Januar, Februar und März 2008 sollen nun Anregungen, Hinweise und Kritiken aufgenommen werden. Der Stadtrat der Stadt Altenburg wird das Leitbild dem aktuellen Zeitplan zufolge Ende April beschließen.


Wer Anregungen, Hinweise und Kritiken zum Leitbild hat, kann diese gern an das Büro des Oberbürgermeisters, Herrn Repkewitz (E-Mail: christian.repkewitz@stadt-altenburg.de) richten. Die Anmerkungen müssen bis zum 30. März 2008 vorliegen.


Innenstadt Altenburg (Foto: Peter Krehl)

Rückblick: Vor einem Jahr begann die Arbeit am Leitbild

Als "roten Faden" für die zukünftige Entwicklung der Stadt Altenburg hatte sich der Stadtrat der Stadt Altenburg zum Ziel gesetzt, ein Leitbild zu erarbeiten. So fixierten die Kommunalpolitiker die Leitbilderstellung auch im sogenannten Haushaltssicherungskonzept, welches seit 2006 jährlich gemeinsam mit dem Haushaltsbeschluss verabschiedet wird.

Am 12. Februar 2007 konstituierte sich eine Arbeitsgruppe, die sich aus jeweils drei Vertretern der Stadtratsfraktionen, dem Oberbürgermeister sowie weiteren Dienstkräften der Stadtverwaltung zusammensetzt und für die Erarbeitung des Leitbildes verantwortlich zeichnet. Schnell einigte man sich darauf, einen externen Moderator einzubinden. Diese Funktion übernahm der vielen bereits durch die städtepartnerschaftlichen Kontakte bekannte Klaus Hansert aus Offenburg, der ab der dritten Sitzung die Arbeitsgruppe bei der Erstellung eines Leitbildentwurfs begleitete. Hansert war jahrelang Hauptamtsleiter in der Partnerstadt Offenburg und hatte u.a. auch an der Erstellung des dortigen Leitbildes mitgewirkt.


In insgesamt sieben Sitzungen, darunter auch einer eintägigen Klausurtagung, entstanden erste Gedanken zur zukünftigen Entwicklung der Stadt Altenburg. Moderator Klaus Hansert führte die Arbeitsgruppe mittels Kartenabfragen und Diskussionen durch die leitbildrelevanten Fragen "Altenburg ist...?", "Altenburg braucht...?" und "Altenburg soll...?". Im Ergebnis konnte dem Stadtrat der Stadt Altenburg in nicht öffentlicher Sitzung am 13. Dezember 2007 bereits ein erster ausformulierter Leitbildentwurf vorgelegt werden.

Nach der ersten Lesung im Stadtrat läuft nun eine breite Diskussion zu den verfassten Leitsätzen. So nutzte Altenburgs Stadtoberhaupt Michael Wolf den diesjährigen Neujahrsempfang dazu, den Gästen ein Exemplar des Leitbildentwurfs zu überreichen. Ziel sollte sein, dass diese Multiplikatoren, die in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen der Stadt Altenburg und des Umlandes tätig sind, die Diskussion innerhalb ihres Einflussbereichs führen und Hinweise sowie Anregungen an die Stadtverwaltung übermitteln.

Beschlossen werden soll das Leitbild dem aktuellen Zeitplan zufolge im April 2008. Es soll dann dem Stadtoberhaupt sowie dem Stadtrat als Orientierung für die zukünftige Entwicklung Altenburgs dienen.

Das Leitbild kann nebenstehend nachgelesen und heruntergeladen werden.

Oberbürgermeister Michael Wolf fasste seine Erwartungen an die zukünftige Entwicklung Altenburgs im Rahmen der Beratungen wie folgt zusammen: "Altenburg soll eine mittelständisch strukturierte Stadt mit hoher Wohn- und Lebenskultur und den Schwerpunkten Kultur, Geschichte, Architektur und Wohnen sein. Altenburg muss dafür infrastrukturell gut erschlossen und verkehrstechnisch angebunden sein sowie durch eine werteorientierte Bürgerschaft gestaltet werden".


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Downloads
Leitbild der Stadt Altenburg (application/pdf 107.8 KB)
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