Vorstellung des Bauvorhabens "Areal am Markt"

13.10.2009

Attraktive Wohnungen und großer
Einkaufsmarkt im Herzen der Stadt

Arial am Markt (Foto: Ronny Seifarth)

Auf großes Interesse stieß die öffentliche Präsentation des Bauvorhabens "Areal am Markt", die am Donnerstagabend in der Music Hall stattfand. Mehr als 100 Bürger kamen, um sich aus erster Hand über das Projekt der Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) zu informieren. Der Architekt Andreas Kottusch, SWG-Prokurist Michael Rüger und Oberbürgermeister Michael Wolf erläuterten zu Beginn der Veranstaltung das Konzept, anschließend wurde darüber diskutiert. Bekanntlich plant die SWG eine komplexe Neubebauung mit attraktiven Wohnungen und einem großen Einkaufsmarkt (die Pressestelle berichtete).

Zunächst erinnerten Oberbürgermeister und Prokurist daran, dass es bis zur öffentlichen Präsentation des Vorhabens ein langer Weg gewesen sei. Michael Rüger sagte, dass die SWG seit zwei Jahren mit dem Bebauungsplan befasst sei. Der Standort sei schwierig, es habe aufwändige topografische Untersuchungen gegeben und es sei intensiv geprüft worden, ob das Einzeldenkmal Bei der Brüderkirche 9 in das Konzept integriert werden könne. Da das nicht sinnvoll sei, habe die SWG die Kosten für eine separate, denkmalgerechte Sanierung ermitteln lassen. Da sich diese Kosten auf bis zu eine Million Euro summieren würden, sei eine Sanierung des Gebäudes "wirtschaftlich nicht darstellbar", so Rüger. Der Prokurist warb für die Umsetzung des nun vorliegenden "schlüssigen Konzepts", denn die Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum sei enorm. In diesem Zusammenhang verwies Michael Rüger auf die Vollvermietung der mehr als 100 SWG-Wohnungen in der Teichstraße, Moritzstraße und der Terrassenstraße.

Der Architekt sagte, dass das oberste Ziel des Vorhabens die Verschönerung der Innenstadt sei. Bezahlbare Wohnungen und ein niveauvoller Einkaufsmarkt sollen zur Belebung des Zentrums beitragen. Im Rahmen einer offenen Karree-Bebauung sollen 37 gut ausgestattete Wohnungen errichtet werden. Die Größen der Zwei-, Drei- und Vierraum-Wohnungen bewegen sich zwischen 57 und 110 Quadratmetern. Die Mieter blicken von ihren Balkonen auf einen grünen Innenhof. Für den Einkaufsmarkt der Konsum-Genossenschaft stehen einschließlich Lager- und Logistikkapazitäten rund 800 Quadratmeter zur Verfügung. Andreas Kottusch versicherte, dass die geplante Bebauung im Wesentlichen der bestehenden entspreche, die Neubebauung richte sich an der historischen Gebäudesubstanz aus.
In der sich anschließenden Diskussion gab es, wie zu erwarten war, sowohl Kritik als auch Zustimmung zu dem Bebauungskonzept. Bemängelt wurde vor allem der vorgesehene Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Bei der Brüderkirche 9. Den Kritikern entgegnete der Oberbürgermeister, dass die SWG nicht über unbegrenzte wirtschaftliche Möglichkeiten verfüge. Michael Wolf sagte: "Wir können wegen eines Gebäudes nicht die Entwicklung des gesamten Quartiers gefährden".

Wie geht es nun weiter? Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Bebauung in den Jahren 2010 bis 2012 erfolgt. Zuvor befassen sich die Stadträte mit dem komplexen Vorhaben. Sie sollen in ihrer nächsten Sitzung am 29. Oktober (Donnerstag) einen Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan fassen. In der September-Sitzung war den Stadträten das Bebauungskonzept bereits vorgestellt worden.



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