Der Altenburger Skatbrunnen

Der Skatbrunnen wurde 1903 zu Ehren des zwischen 1810 und 1815 in Altenburg von spielfreudigen Männern erfundenen Skatspiels errichtet. Er ist das einzige Denkmal, das diesem Spiel gewidmet ist.

Auf steinernem Sockel balgen sich die vier Wenzel (Buben, Unter) in erregter Spielleidenschaft. Während der Grünwenzel bereits den Rotwenzel und den Schellwenzel niedergerungen hat, versetzt ihm der beim Skatspiel so wichtige "Alte" (Eichel-Wenzel oder Kreuz-Bube) den entscheidenden Faustschlag, mit dem der "Stich" in seine Hände kommt.

In den Wirren des 2. Weltkrieges wurden die bronzenen Wenzel, die Schweinsköpfe sowie die eisernen Gitter, die den Brunnenplatz begrenzten, eingeschmolzen.


Erst 1955 konnten die Skulpturen Dank einer Bürgerinitiative nachgegossen werden, die Eisengitter wurden indessen nicht ersetzt. Der Zahn der Zeit hatte dem Skatbrunnen in den folgenden Jahren arg zugesetzt. Doch erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die umfassende Restaurierung des Wahrzeichens der Stadt Altenburg durch Spenden des Deutschen Skatverbandes, des Landesamtes für Denkmalpflege, mit Unterstützung der Stadtverwaltung Altenburg und vielen Skatfreunden möglich.



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